Bürgerantrag gegen Abschiebungen und für Familienzusammenführung

Am 31.05. wurde bei der Stadt Drensteinfurt ein Bürgerantrag eingereicht, der vom Rat eine klare Positionierung gegen Abschiebungen und für Familienzusammenführung von Flüchtlingen fordert.

„Die teilweise Zerstörung der deutschen Botschaft in Kabul und der Rüstungswettlauf der Kriegsparteien in Syrien machen deutlich, dass die Menschen aus diesen Regionen noch sehr lange unseren Schutz benötigen werden“, erklärt Antragsteller Jürgen Blümer seine Motivation. Er sähe die Zeit gekommen, mit den Illusionen in der Flüchtlingspolitik aufzuräumen.
„In Afghanistan herrscht Krieg, Syrien wird noch für Jahre ein Schlachthaus sein, so dass kein Mensch in diese Regionen zurückkehren kann“, fasst Blümer seine Forderung zusammen.

Wenn die Menschen aber über Jahre nicht in die Heimat zurückkehren können, dann müssten die Anstrengungen bei der Integration verstärkt werden. Dabei kommt laut Blümer der Familienzusammenführung eine Schlüsselrolle zu. „Solange Menschen um ihre Familienangehörige bangen und sich bis hin zu Prostitution um Geld für weiter Schleppertransporte verdingen, kann Integration nicht gelingen“, ist Blümer überzeugt.

Mit dem Bürgerantrag will Blümer im gerade anlaufenden Wahlkampf ein Zeichen setzen, dass es Zeit ist zu handeln: „Wir müssen endlich den inhumanen Zynismus überwinden und Barmherzigkeit zeigen angesichts des Krieges in Afghanistan und Syrien.“

Hier zum Antrag: -> Buergerantrag_Fluechtlinge_01_Drensteinfurt

Wegen der großen Nachfrage – hier ein Blanko-Schreiben für die Kommunen in NRW -> Buergerantrag_Fluechtlinge_01_Vorlage

2 Gedanken zu „Bürgerantrag gegen Abschiebungen und für Familienzusammenführung

  1. Der Zynismus der Regierung, ein Kriegsland wie Afghanistan als sicher einzustufen, muss beendet werden. Die Flüchtlinge müssen ihr Trauma der Verfolgung ablegen dürfen und zwar hier. Bei uns in Deutschland, dass die Charta der Menschenrechte unterzeichnet hatte. Die Regierung – namentlich Innenminister Thomas Demaisière, – muss die Massenabschiebungen stoppen!

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