I’m goin’ home

Wenn sich die Tränengaswolken am Place de la République verzogen haben, wird die alte Fahne noch immer auf dem nassen Denkmalsockel liegen. Wir sitzen im Bus auf dem Weg nach Hause.

Vier Tage, die wie im Flug vergangen sind. Der Papst hat seine Schuhe neben den unseren abgestellt als Weckruf gegen die Untätigkeit der Politik beim Klimaschutz. Wo wir am Bataclan mit vielen anderen Menschen der Terror-Tat gedachten, hat der US-Präsident Blumen abgelegt. Wenige Stunden zuvor waren wir Teil einer wundersam spontanen Menschenkette, organisiert von Menschen, die in den Cafés entlang dem Boulevard Voltaire Demo-Matreial an die Helfer verteilten und Protest-TShirts ausgaben. Wir trafen die katholische Landjugend aus Bayern beim Cappuchino und später Hand-in-Hand in der Kette.

Wir sahen den Louvre in den Flammen eines Sonnenuntergangs. Wir stellten fest, dass die Bistro-Tische in Paris zu klein für Laptops sind, weswegen sich dort die Smartphones viel rascher durchgesetzt haben. Die gro0en Weisheiten der Menschheit finden sich immer noch auf den Sitzflächen der Pariser Caféstühle. Nur wer Nachts in einem Pariser Café saß, darf auf den Himmel hoffen. Die jungen Mädchen rauchen ihr GRas am Kanal und kichern genau so albern wie in Köln, Münster und Berlin. Der Kellner verabschiedet sich mit vielen Küsse, als wir mit dem Koffer im Schlepptau den Ort verlassen, der ein Spiegel dieser unfassbar schönen Welt ist.

Wäre Paris ein guter Freund, würde er folgendes zum Abschied hören:

“I hope the world sees the same person
That you’ve always been to me
And may all your favorite bands stay together”
Dawes

 

“Gonna take me back right where I belong
I’m goin’ home, I’m goin’ home
I’m goin’ home, I’m goin’ home
Hoo, hoo….., right where I belong”
Ten Years After